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Der Zweckverband Wasserversorgungsgruppe Bergatreute-Roßberg stellt sich vor:

Der Zweckverband „Wasserversorgungsgruppe Bergatreute-Roßberg“ mit Sitz in Bergatreute wendet die Eigenbetriebsverordnung (EigVO) aufgrund von § 11 der Verbandssatzung an. Seine Aufgabe ist es, die Bevölkerung von Bergatreute sowie der Ortsteile Roßberg, Binzen und Poppenhaus der Gemeinde Wolfegg mit Trink- und Brauchwasser zu versorgen. Der Zweckverband erstrebt gemäß § 1 Abs. 3 der Verbandssatzung keinen Gewinn.

Verbandssatzung und Aufgabe:

Der Zweckverband Wasserversorgungsgruppe Bergatreute-Roßberg wurde durch Verbandssatzung vom 07.11.1928 gegründet. Er hatte die Aufgabe, Teile der Gemeinden Bergatreute und Wolfegg mit Wasser zu versorgen. Die Verbandssatzung wurde im Laufe der Jahre mehrmals dem geltenden Recht angepasst und neu gefasst, letztmals am 15.05.2000. Bezüglich der Gemeinde Bergatreute wurde damals die Zuständigkeit des Verbandes auf das gesamte Gemeindegebiet ausgedehnt; bei der Gemeinde Wolfegg verblieb es bei den Teilorten Binzen, Roßberg und Poppenhaus.

Der Verband wird als öffentliche Wasserversorgung betrieben, d. h., er erhebt von seinen Mitgliedern keine Umlagen, sondern erzielt seine Einnahmen aufgrund der Wasserversorgungssatzung über den Wasserzins und die Wasserversorgungs­beiträge direkt von den Wasserabnehmern. Die Rechnungsführung erfolgt aufgrund der Verbandssatzung nach den Vorschriften des Eigenbetriebsgesetzes.

Organe des Zweckverbandes sind die Verbandsversammlung und der Verbandsvorsitzende.

Bezüglich der Verwaltung bedient sich der Verband zur Wahrnehmung seiner Auf­gaben neben den eigenen Bediensteten geeigneter Bediensteter und der sächlichen Verwaltungsmittel der Gemeinde Bergatreute.

Personal:

Zur Gewährleistung des technischen Betriebs kooperiert der Zweckverband Wasserversorgungsgruppe Bergatreute seit dem 1.1.2003 mit dem Zweckverband Obere Schussentalgruppe, Sitz in Bad Waldsee. Dieser unterhält mit seinen Mitarbeitern die Einrichtungen des Verbands.

Zur Unterstützung bedient sich der Verband im Bedarfsfalle der Mitarbeiter des Bauhofes der Gemeinde Bergatreute.

Die Verwaltung erfolgt durch den Verbandsvorsitzender, den Verbandspfleger und die Verbandskassenverwalterin. Der Verbandsvorsitzende ist Ehrenbeamte und erhält eine Aufwandsentschädigung nach der Satzung vom 25.05.2000. Verbandspfleger und Verbandskassenverwalterin sind hauptberuflich Beamte und Angestellte der Gemeinde Bergatreute. Der Verband bedient sich weiter zur Wahrnehmung seiner Aufgaben aufgrund der Verbandssatzung vom 28.11.1983 neben genanntem Personal auch der sächlichen Verwaltungsmittel der Gemeinde Bergatreute.

Zusammensetzung der Verbandsversammlung:

Gewählte Verbandsmitglieder seit dem 23.10.2014 sind:

  • Brauchle Kurt
  • Fischer Richard
  • Forderer Josef
  • Heilig Manfred
  • Hoh Alois
  • Klawitter Karl
  • Nold Andreas
  • Nonnenmacher Stephan
  • Rösch Norbert
  • Rupp Johann
  • Fischer Marion (Wolfegg)
  • Müller Peter(Wolfegg)

Das Versorgungsgebiet:

Das Versorgungsgebiet erstreckt sich auf die gesamte Gemeinde Bergatreute (rd. 3.100 Einwohner) sowie auf die Teilorte Roßberg, Binzen und Poppenhaus von der Gemeinde Wolfegg (rd. 80 Einwohner). Die Versorgung des Verbandsgebiets ist in eine Hochzone und in eine Tiefzone eingeteilt. Weiter wird der Teilort Bolanden der Gemeinde Bergatreute durch Bezug des Wassers von der Gemeinde Baienfurt versorgt.Die Versorgung der Hochzone erfolgt über den Hochbehälter Binzen (Inhalt = 500 cbm). Folgende Teilorte werden von hier aus versorgt:

  • Gemeinde Bergatreute: Abetsweiler, Engetweiler, Giesenweiler, Furt, Furtmühle, Forst und Sommers
  • Gemeinde Wolfegg: Binzen, Roßberg und Poppenhaus

Der Zweckverband bezieht seit 06.04.1994 einen erheblichen Teil seines Wassers über den SHB Blasiberg zusammen mit dem ZV WVV Obere Schussentalgruppe aus der Haidgauer Heide. Das über den SHB Blasiberg in den HB Binzen (HZ) eingespeiste Wasser dient einmal der Versorgung der Hochzone und zum anderen zur Einspeisung in den HB Krähenbühl (TZ) und dort zur teilweisen Versorgung der Tiefzone. Der früher ausgiebigere Wasserbezug von Wolfegg beschränkt sich nur noch auf die Versorgung des Teilortes Binzen.

Die Versorgung der Tiefzone erfolgt über den Hochbehälter Krähenbühl (Inhalt = 1.200 cbm). Von dort aus werden folgende Teilorte der Gemeinde Bergatreute versorgt: Bergatreute, Dobelmühle, Eckhäusle, Engenreute, Gambach, Giras, Gwigg, Klösterle, Löffelmühle, Mühlholz, Neuforst, Oberstocken, Riedhof, Siegenwieden, Tal, Talmühle, Unterstocken und Witschwende.

Die Einspeisung erfolgt über den Brunnen Forst. Außerdem wird, wie oben erwähnt, über die Druck- und Falleitung zwischen dem Hochbehälter Binzen (HZ) und dem Hochbehälter Krähenbühl (TZ) vom Hochbehälter Binzen aus eingespeist.

Im Herbst 1983 wurde im Teilort Bolanden eine öffentliche Wasserleitung installiert. Das für die Versorgung benötigte Wasser wird ab 16.01.1984 von der Gemeinde Baienfurt aufgrund des Wasserlieferungsvertrages vom 26.09./03.10.1983 bezogen.

In der Gemeinde Bergatreute wird rd. 98,5 % des verkauften Wassers verbraucht, in den Teilorten Binzen, Roßberg und Poppenhaus der Gemeinde Wolfegg rd. 1,5 %.

Sicherung des Wasserbedarfs:

Die Sicherung des künftigen Wasserbedarfs war eine vordringliche Aufgabe des Verbandes. Hierfür stand das überregionale Wasservorkommen in der Haidgauer Heide auf dem Gebiet der Stadt Bad Wurzach zur Verfügung. Dieses Wasservorkommen ist nach dem Rahmenplan der Wasserwirtschaftsverwaltung der Versorgung der Städte Bad Wurzach und Bad Waldsee sowie der Versorgungsgebiete der Zweckverbände Wasserversorgungsgruppe Bergatreute-Roßberg und Wasserversorgungsverband Obere Schussentalgruppe vorbehalten. Vorrangig steht das Wasser-vorkommen zur Deckung des gesamten Wasserbedarfs der Stadt Bad Wurzach zur Verfügung. Der Zweckverband Wasserversorgungsgruppe Bergatreute-Roßberg benötigte dringend Zusatzwasser, da auf dem eigenen Versorgungsgebiet kein ausreichendes Dargebot vorhanden war. Außerdem lag der Nitratgehalt des Wassers aus dem einzigen Brunnen Forst ständig deutlich über 25 mg/l. Die Stadt Bad Waldsee mußte über den Zweckverband Wasserversorgungsverband Obere Schussentalgruppe den künftigen Spitzenbedarf abdecken. Der Bedarf des Zweckverbands Obere Schussentalgruppe kann langfristig durch die im dortigen Verbandsgebiet erschlossenen Grundwasservorkommen abgedeckt werden. Wegen des Nitratgehalts war jedoch eine Mischung mit nitratarmem Wasser aus dem Verbund mit dem Vorkommen Haidgauer Heide erforderlich.Die Zweckverbände Wasserversorgungsgruppe Bergatreute-Roßberg und Wasserversorgungsverband Obere Schussentalgruppe sowie die Stadt Bad Waldsee haben daher als gemeinsame Interessenten beim Landratsamt Ravensburg die Bewilligung zur Entnahme von Trinkwasser aus dem Vorkommen in der Haidgauer Heide beantragt. Das Landratsamt Ravensburg hat mit Verfügung vom 08.11.1990 die wasserrechtliche Erlaubnis zur Entnahme von Trinkwasser im beantragten Umfange befristet bis 31.12.1998 erteilt. Über die Durchführung der erforderlichen Baumaßnahmen ist am 13.05.1991 eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zwischen den beiden Zweckverbänden abgeschlossen worden. Aus ursächlichen und wirtschaftlichen Erwägungen heraus hat danach der Zweckverband Wasserversorgungsgruppe Bergatreute-Roßberg für die Interessenten die Maßnahmen als Bauträger abgewickelt und die erforderlichen gemeinsam zu nutzenden Anlagen erstellt. Die Interessen der Stadt Bad Waldsee wurden durch den Zweckverband Wasserversorgungsverband Obere Schussentalgruppe wahrgenommen. Weiter wurde am 13.05.1991 ein öffentlich-rechtlicher Vertrag zwischen den Zweckverbänden Wasserversorgungsgruppe Bergatreute-Roßberg und Wasserversorgungsverband Obere Schussentalgruppe einerseits und der Stadt Bad Wurzach andererseits über die gemeinsame Nutzung des Grundwasservorkommens in der Haidgauer Heide und die Einrichtung eines Notverbunds abgeschlossen.

Die für die Nutzung des Wassers aus dem Vorkommen in der Haidgauer Heide erforderlichen Anlagen sind von 1991 bis 1994 vom Zweckverband Wasserversorgungsgruppe Bergatreute-Roßberg erstellt worden.

Technische Einrichtung und Ausstattung:

Rohrleitungen in Guß, Asbestzement und PVC sind verlegt in der Hochzone (DN 100 - 200) 17.962 m und in der Tiefzone (DN 100 - 300) 26.917 m, zusam­men 44.879 m.

Für die Hochzone und die Tiefzone steht je ein Wasserhochbehälter zur Verfügung. Der HB Krähenbühl (Tiefzone) faßt 2 x 600 cbm = 1.200.000 Liter. Der Wasserspiegel beträgt max. 656 m über NN und minimal 652 m über NN. Der HB Binzen (Hochzone) faßt 2 x 250 cbm = 500.000 Liter. Der Wasserspiegel steht max. bei 700 m über NN, minimal bei 696 m über NN.

Das Grundwasserwerk Forst fördert das Wasser zur Versorgung der Tiefzone. Hier können 8,5 - 10 l/sec. entnommen werden. Die Leistung der beiden im Wechsel einsetzbaren Tauchmotorpumpen beträgt je 30 - 36 cbm/Std.

Wasserqualität, Schutzgebiet:

Das im Brunnen Forst zur Versorgung der Tiefzone entnommene Wasser wird nicht aufbereitet; es gelangt ohne zusätzliche Behandlung in den Hochbehälter Krähenbühl. Die Untersuchungen bestätigten seither jeweils Trinkwasser-
qualität. Der Nitratwert des im Brunnen Forst gewonnen Wassers lag lt. Prüfung vom 31.03.2016 bei 25 mg/l. Die Gesamthärte in der Tiefzone liegt bei 17,8 °dH (Härtebereich 3). Der Nitratwert in der Tiefzone (vermischtes Wasser mit Haidgauer Heide) liegt bei 18,5 mg/l.

Für den Brunnen Forst wurde mit Rechtsverordnung des Landratsamtes Ravens­burg vom 06.06.1989 ein Wasserschutzgebiet festgesetzt.

Für die Versorgung des Teilortes Binzen in der Hochzone wird das Wasser von der Gemeinde Wolfegg (HB Gaisberg) bezogen. Auch dieses Trinkwasser wird nicht vorbehandelt. Der übrige Teil der Hochzone wird seit 07.04.1994 durch Bezug des Wassers aus der Haidgauer Heide (über SHB Blasiberg) versorgt. Dieses Trinkwasser wird ebenfalls nicht vorbehandelt. Der Nitratwert liegt laut Messung von 2016 bei 9,6 mg/l. Die Gesamthärte belief sich auf 16,4 °dH (Härtebereich 3).

Das von der Gemeinde Baienfurt (Quelle Weissenbronnen) zur Versorgung von Bolanden bezogene Wasser wird ebenfalls nicht vorbehandelt. Der Nitratwert lag lt. Messung 26.02.2016 bei 12 mg/l. Die Gesamthärte betrug 13,9 °dH (Härtebereich 3).

Entwicklung des Wasserzinses und die Entwicklung des Wasserverkaufs ab 2003:

2003: 171.863 cbm
2004: 171.906 cbm
2005: 154.559 cbm
2006: 165.084 cbm
2007: 160.580 cbm
2008: 172.693 cbm
2009: 173.487 cbm
2010: 160.797 cbm
2011: 159.625 cbm
2012: 168.504 cbm
2013: 170.956 cbm
2014: 168.454 cbm
2015: 183.494 cbm
2016: 176.453 cbm

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